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Chronik
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Musik beherrscht die Gegenwart, und ihr gehört zweifellos die Zukunft. Leitziel jeder Musikkapelle und ihrer Mitglieder sind der Umgang mit Musik und die Zuwendung zur Musik.
Ziel der Musikkapelle Kortsch ist vor allem die Erfüllung einer kulturellen Aufgabe im Dorf, bei weltlichen und christlichen Feiern die Menschen mit ihrer Musik zu erfreuen.
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Die Frauen der Musikkapelle |
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Frauen haben bei der Musikkapelle Kortsch seit jeher "mitgespielt," wenngleich nicht immer auf einem Blasinstrument. Seit den ersten öffentlichen Auftritten der Kapelle gibt es jene unsichtbaren und gern übersehenen Mütter, Ehefrauen und Schwestern der männlichen Musikanten, die beim Bügeln der Trachtenhemden ins Schwitzen kommen und stets dafür sorgen, dass "ihre" Männer in den Trachten eine gute Figur machen und die Geranie richtig auf dem Musihut platziert ist.
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Der erfahrene Kapellmeister Stefan Rechenmacher, der vorher Kapellmeister der Bürgerkapelle Latsch und Musikkapelle Katharinaberg war, versteht es ausgezeichnet, den Taktstock über 47 Musikanten und 13 Musikantinnen zu schwingen, die bei Konzerten zwölf Klarinetten und eine Bassklarinette, drei Querflöten, eine Oboe, fünf Flügelhörner, drei Tenorhörner, vier Hörner, vier Bässe, zwei Baritone, sieben Trompeten, vier Posaunen, sechs Saxophone erschallen lassen. Sechs Musikanten spielen Schlagzeug.
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Aus der Geschichte der Musikkapelle Kortsch |
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Seit es die Musikkapelle Kortsch gibt, hat sie alle wichtigen Dorffeiern und Dorfereignisse mitgestaltet. Sie ist bei den Prozessionen und kirchlichen Feiern wie Erntedank, Erstkommunion, Firmung stets präsent, sie nimmt an Hochzeiten und Beerdigungen teil, sie gibt Frühlings- und Muttertagskonzerte und bläst zu Jahresschluss bei jedem Wetter ihr Neujahrsständchen. Wie die anderen Vereine repräsentiert sie das Dorf, doch wie kein anderer Verein kann sie (fast) jedem Anlass Bedeutung und Würde verleihen.
Dass es eine Musikkapelle im Dorf gibt, dass ein Musikant für ein Mittagessen am Cäciliensonntag, für ein anerkennendes Lob nach einem gelungenen Konzert und, eventuell, für ein Abzeichen und eine Urkunde für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit durchschnittlich 92 Stunden im Jahr bei Musikproben und öffentlichen Auftritten verbringt, gilt mittlerweile als selbstverständlich. Dennoch hat es in Kortsch einmal eine Zeit ohne Musikkapelle, ohne flotte Märsche bei Gartenfesten und ohne feierliche Begleitmusik bei Prozessionen gegeben.
Die Kortscher Dorfmusikkapelle entstand 1923 in einer Zeit, als unter manchen Wohnräumen noch die Viehställe lagen, als elektrischer Strom und fließendes Wasser noch nicht zur Grundausstattung von Wohungen gehörten, als Fernseher oder Stereoanlagen noch nicht erfunden waren und Fahrten zu einem Konzert nach München oder in die Oper nach Mailand weder angeboten wurden noch - für die meisten Dorfbewohner zumindest - erschwinglich gewesen wären. Es war eine Zeit, in der es keine Freizeitindustrie gab, weil die Menschen wenig Freizeit hatten: die Werktage gehörten der Arbeit, die Sonn- und Feiertage dem Herrgott und den katholischen Vereinen. Von einer Bergwanderung, einer Wallfahrt, einem Kirchtags- oder Verwandtenbesuch im Nachbardorf oder einer gelegentlichen Fahrt mit der Littorina einmal abgesehen, verbrachten die Kortscher ihre arbeitsfreie Zeit zwangsläufig in ihrem Heimatort. Mangels anderer Freizeitangebote waren eine Kreuzwegandacht damals noch eine willkommene Abwechslung und eine Wallfahrt ein aufregendes Erlebnis. Gesellige Unterhaltung gab es ebenfalls beim Kartenspiel im Gasthaus, beim Huangart auf dem Bankl vor dem Haus und - gelegentlich - bei Tanz und Hausmusik in der einen oder anderen Bauernstube.
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